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 | | Wohnbaureferent LHStv Hannes Gschwentner |
Tirols Wohnbaureferent zu den unrealistischen Forderungen des
AK-Präsidenten Erwin Zangerl
„Es ist ja
nett, wenn Erwin Zangerl in
Dinkhauser-Manier poltert, nur ist er leider um 12 Jahre zu spät dran",
attestiert Wohnbaureferent Hannes
Gschwentner dem AK-Präsidenten. Zangerl fordert nämlich eine Zweckwidmung
bei den Wohnbauförderungsmitteln - „Diese wurde aber 1998 unter der Ägide
seiner ÖVP-Parteifreunde Wendelin Weingartner, Ferdinand Eberle und Elisabeth
Zanon abgeschafft", erinnert Gschwentner. Nun vollmundige Forderungen
aufzustellen, die nicht realisierbar sind, hält der Wohnbaureferent für einen
Versuch, die Menschen in diesem Land zu verblenden.
Seit 1998 können Rückflüsse aus Wohnbauförderungsdarlehen auch für das
Landesbudget verwendet werden. Zeitgleich wurden diese Gelder für ein Darlehen
von 70,8 Millionen Euro bei der HYPO Tirol verpfändet. Dieser stattliche Betrag
muss in den nächsten 30-Jahren aus den Rückflüssen der Wohnbauförderungsdarlehen
zurückgezahlt werden. „Dieser Sündenfall des schwarzen Trios Weingartner,
Eberle und Zanon führt dazu, dass wir bis 2027 insgesamt rund 184 Millionen
Euro für die Wohnbauförderung verlieren", rechnet Gschwentner vor. „Denn die
Zinsbelastung führt dazu, dass wir nun den fast 3-fachen Betrag zurückzahlen
müssen, der damals auf Pump finanziert wurde", fasst Gschwentner zusammen.
Hintergrund: Damals wurde eine Gesetzesänderung vorgenommen, wonach die Rückflüsse
aus Wohnbauförderungsdarlehen auch für allgemeine budgetäre Erfordernisse
verwendet werden konnten. Denn die Zukunftsstiftung und der Bahnhof St. Anton
am Arlberg mussten finanziert werden.
„Solange ich Wohnbaureferent bin, wird die Wohnbauförderung nicht zu einer
Melkkuh verkommen", betont Gschwentner. Die Forderungen Zangerls sind im Falle
der Zweckwidmung nicht mehr möglich und seine Appelle für begünstigte
Rückzahlung sind sogar fatal für die zukünftige Finanzierung von leistbarem
Wohnraum. „Zangerl soll endlich aufhören, mit der Wohnbauförderung politisches
Kleingeld zu schlagen und die Bevölkerung bewusst an der Nase herumzuführen",
rät der Wohnbaureferent abschließend.
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