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Italien soll endlich das Verkehrsprotokoll der Alpenkonvention ratifizieren! |
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| 26.02.2010 |
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 | | "Wir brauchen keine weiteren Transitstrecken im Alpenraum", betont Umweltreferent LHStv Hannes Gschwentner. Foto: Land Tirol |
Bis auf unseren südlichen Nachbarn haben alle Vertragsparteien
unterzeichnet
Erneut kommt es
zu einer Verzögerung bei der Ratifizierung des Verkehrsprotokolls der Alpenkonvention,
da die außenpolitische Kommission der italienischen Abgeordnetenkammer dieses
abgelehnt hat. „Das Verkehrsprotokoll enthält die wichtige Bestimmung, dass
keine neuen Transitautobahnen über die Alpen gebaut werden dürfen", erläutert Umweltreferent
LHStv Hannes Gschwentner.
Hintergrund der Weigerung zur
Ratifizierung dürfte der Ausbau der „Alemagna-Autobahn" sein, mit dem Italien
weiterhin liebäugelt. Diese soll den Großraum Venedig mit dem Großraum München
verbinden und dabei über Tiroler Gebiet verlaufen.
„Bei Unterzeichnung des Alpenprotokolls wäre die Alemagna-Autobahn gestorben.
Und das ist auch richtig so - wir brauchen keine weiteren Transitstrecken im
Alpenraum, sondern müssen den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene
verlagern. Für unsere Umwelt und für die Gesundheit der Menschen dies- und
jenseits des Brenners", stellt Gschwentner klar. „Mit der Ablehnung durch
Italien werden dem länderübergreifenden Projekt Brennerbasistunnel Steine in
den Weg gelegt", kritisiert der Umweltreferent.
Bis auf Italien haben alle Vertragsstaaten der Alpenkonvention das
Verkehrsprotokoll ratifiziert. Das
Übereinkommen über den Schutz der Alpen (Alpenkonvention) wurde am 7. November
1991 von der Europäischen Gemeinschaft in Salzburg unterzeichnet und trat am 4.
April 1998 in Kraft. Vertragsparteien sind Deutschland, Frankreich, Italien,
Liechtenstein, Monaco, Österreich, Slowenien und die Schweiz. In verschiedenen
Protokollen, die der Alpenkonvention angefügt sind, werden konkrete Maßnahmen
festgelegt, die von den Vertragsparteien umzusetzen sind.
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